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Was ist Hypnose als Heimethode?

Hypnose ist heute unumstritten eine der effektivsten Heilmethoden in der Psychotherapie und seit 2006 in Deutschland ein vollständig anerkanntes Therapieverfahren.

In der Fachwelt wird Hypnose heute üblicherweise verstanden als ein ritualisiertes Methodenspektrum, um einen oder mehrere Menschen in den Zustand verstärkter bzw. vorherrschender Tätigkeit des Unterbewusstseins zu führen. Das Ergebnis dieser Prozeduren wird „Trance“ genannt, während der Weg dorthin mit „Hypnose“ bezeichnet wird.
In der Hypnosetherapie wird diese willentlich herbeigeführte Veränderung der Aktivität des Gehirns und durch sie auch des Körpers zu therapeutischen Zwecken genutzt.

Hypnose ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt (schon 4-3000 Jahre vor Christus in Mesopotamien, Indien und Ägypten Geschichte der Hypnose). Nachdem sie zwischenzeitlich in Vergessenheit geriet, wurde sie in neuerer Zeit (seit dem 18. Jahrhundert) wieder entdeckt und weiterentwickelt. Ihre Wirksamkeit wurde wissenschaftlich geprüft und neurobiologisch nachgewiesen.

Der vom griechischen Wort „Үпνοσ“ (Hypnos), auf Deutsch „Schlaf“, abgeleitete Begriff „Hypnose“ kennzeichnet rein phänomenologisch Hypnose als schlafähnlichen Zustand. Die hypnotischen Heilmethoden haben aber nichts mit Schlaf gemeinsam. Sie basieren auf dem vom Hypnotiseur oder uns selbst herbeigeführten natürlichen Zustand einer verstärkten unwillkürlichen Tätigkeit des Unterbewusstseins in Trance bei gleichzeitig herabgesetzter analytischer Denktätigkeit. Wir alle kennen diesen Zustand aus den alltäglichen Automatismen, die ohne angestrengte Denktätigkeit wie von alleine ablaufen. Wenn Du morgens nach dem Aufstehen „wie im Schlaf“ das Frühstück für drei Personen herrichtest und erst, wenn Du mit Deinem Partner am Tisch sitzt feststellst, dass der Sohn ja seit ein paar Wochen ausgezogen ist und ihr inzwischen nur zu zweit seid, dann hast Du das Frühstück in einem tranceartigen Zustand gemacht.

Durch immer wieder dieselben Tätigkeiten, Vorstellungen und Gedanken wird unser Unterbewusstsein so beeinflusst, dass es diese irgendwann ganz „von alleine“, ohne unser bewusstes Zutun, umsetzt. Das Unterbewusste ist der eigentliche Führer unseres Lebens. Wissenschaftler gehen heute von einer 70-90%igen Steuerung aller Lebensvorgänge durch das Unbewusste aus. Es wird ständig und unaufhörlich durch unsere Umwelt und uns selbst – meist unkontrolliert und oft ungewollt – beeinflusst. Diese Einflüsse sind unserer geistigen, seelischen und körperlichen Gesundheit nicht immer förderlich. Sie stören bisweilen drastisch unser Wohlbefinden oder machen uns sogar seelisch/körperlich krank.

Die Hypnosetherapie setzt genau an diesem Punkt an, indem sie den Zustand der Trance – ein Zustand der dem kurz vor dem Einschlafen am nächsten kommt – ganz gezielt herbeiführt, um einen unmittelbareren Zugang zum Unterbewusstsein zu bekommen und mit ihm zusammen eine Heilstrategie zu erarbeiten. Dabei wird die Ressource Unterbewusstsein als „der Arzt in uns“, der den richtigen Weg, die Lösung, kennt, angesprochen und aktiviert.

Krankmachende oder unförderliche Lebenseinstellungen und Gewohnheiten, falsche behindernde Glaubenssätze, traumatische Erfahrungen, psychische Blockaden, psychosomatische Schmerzen, u. a. lassen sich durch das suggestive Gespräch und mittels der eigenen aktivierten Visualisierungs- und Einbildungskraft, den Suggestionen und Autosuggestionen, nachhaltig und äußert effektiv korrigieren und dauerhaft in die gewünschte Richtung lenken. Denn es gilt das Gesetz: Jede bildhafte Vorstellung, die uns erfüllt, hat die Tendenz, sich zu verwirklichen.

Und weil die hypnotische Trance ein äußerst aktiver Zustand ist, in dem der Hypnotisand in der Regel immer mitbekommt, was passiert, kann auch nichts gegen seinen Willen passieren. Er kann und wird sich automatisch gegen Suggestionen wehren, die nicht zu ihm und seinem Leben passen oder sein ethisches Empfinden verletzen.

Bei sachgemäßer Durchführung ist Hypnose eine sowohl sehr diskrete wie auch völlig risikolose Therapieform.

Viele schätzen eine Therapie mit Hypnose deshalb, weil sie sich nicht so sehr auf die Probleme fokussiert, als viel mehr direkt auf eine Lösung von den Problemen abzielt. Es gibt außer dem von ihr geprägten NLP kaum eine andere Methode, die so diskret den Zielen des Klienten dient.

Hypnose kann überhaupt aber erst wirksam werden, wenn der Hypnotisand sich voll auf sie einlässt und an die mögliche Heilung durch sie glaubt. Ein weiteres grundlegendes Gesetz zur Wirksamkeit hypnotischer Suggestionen beschreibt die Tatsache dass, wenn Wille und Glaube einander feindlich gegenüber stehen, immer und ausnahmslos der Wille unterliegt. Mit anderen Worten: Wir werden von Glaubenssätzen geprägt und bewusst oder unbewusst geführt. Stehen diese im Gegensatz zum Willen, kommt man mit dem Willen nicht weiter oder gegen sie an. Es gilt also, an negative Glaubenssätze und Einstellungen heranzukommen, um diese dann durch positive Suggestionen zu ersetzen. Um das zu erreichen, bietet die Hypnosetherapie eine Anzahl verschiedenster sehr effektiver Methoden.

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