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Geschichte der Hypnose 2:
Vom Heilmagnetismus zu den modernen wissenschaftlichen Methoden

Mit Franz Anton Mesmer (1734 – 1815) beginnt die moderne Form der Hypnosetherapie. Seine Heilmethode mittels Streichungen über den Körper – den nach ihm benannten "mesmerschen Strichen", heute oft als Heilmagnetismus bezeichnet und noch ausgeübt, gründete zwar auf nicht belegbaren Prämissen, führte aber zu Aufsehen erregenden Heilungen. Diese wiederum riefen die Skeptiker auf den Plan und gaben den Anstoß zu einer internationalen wissenschaftlichen Prüfung der Hypnose.

In den folgenden Jahrzehnten ist die Weiterentwicklung der hypnosebasierten Therapie vor allem mit Namen wie James Braid, Abbé Faria, A.A. Liébeault, Hypolyte Berneheim, der Schule von Nancy, Sigmund Freud, Emile Coué, Jean Martin Charcot, der Pariser Schule, I.P. Pawlow, I.H. Schultz und L.M. LeCron verbunden.

Die Begründung der Hypnosetherapie als eine der effektivsten Heilmethoden in der Psychotherapie wird aber heute vor allem mit dem Namen Milton H. Erikson verbunden. Seine Behandlungstechnik nahm ihren Impuls aus der spektakulären Eigenheilung seiner Lähmung durch Selbstsuggestion und wurde in den folgenden Jahrzehnten von Richard W. Bandler und anderen modelliert und weiter verbessert. Seit 2006 ist sie in Deutschland vollständig anerkannt.